Deutsches Institut für Psychotraumatologie
-gegr. 1991 als erste Facheinrichtung für Psychotraumatologie-
Deutsches Institut für Psychotraumatologie DIPT e.V.
Deutsche Stiftung für Psychotraumatologie

Gegründet am 24.10.2006
Beim Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds
Gründer der Stiftung: Prof. Dr. Gottfried Fischer


Hintergrund
Viele Opfer von Unfällen, Gewaltverbrechen, Katastrophen und Schicksalsschlägen leiden unter der Auswirkung oft unerkannter und in Folge dessen unbehandelter seelischer Verletzungen. Weiterhin gehen viele körperliche Erkrankungen - wir heute wissen auf traumatische Einflüsse zurück. Darüber hinaus können Traumata auch gesellschaftliche Bedeutung erlangen: Völker, die einem Krieg oder Bürgerkrieg ausgesetzt waren. Leiden unter schwerer psychischer Traumatisierung. Nicht verarbeitete Kriegs-Traumata führen dabei nicht selten zu einem Wiederaufleben der Konflikte und kriegerischen Auseinandersetzungen über Generationen hinweg.
In allen diesen Fällen bieten psychotraumatologisch fundierte Interventionsprogramme eine erfolgsversprechende Ergänzung zur herkömmlichen medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung.

Ziele der Stiftung
- Den Kenntnisstand in der neuen wissenschaftlichen Disziplin Psychotraumatologie durch weitere Pilotprojekte zu bündeln und zu fördern; Reformbestrebungen zu unterstützen, um die Hilfe für psychisch traumatisierte Menschen mittel- und langfristig zu einem festen Bestandteil der medizinischen und psychologischen Hilfssysteme werden zu lassen.
- In Zusammenarbeit mit dem Kölner Gymnasial- und Stftungsfonds wissenschaftliche Nachwuchskräfte gezielt zu unterstützen, um den erreichten Forschungsstand auch langfristig an die nächsten Generationen weiterzugeben

Anfang der Neunziger Jahre etablierte Prof. Gottfried Fischer den Forschungsbereich Psychotraumatologie mit der Gründung des Deutschen Instituts für Psychotraumatologie (DIPT). Seither fanden unter seiner Leitung folgende Hilfsprojekte statt:
- Kölner Opferhilfe Modellprojekt, dessen Ergebnisse im Jahre 1998 vom Landtag NRW zur landesweiten Umsetzung beschlossen wurde. 22 Spezialambulanzen beraten und behandeln heute in NRW die Opfer von Gewaltverbrechen
- Gründungshilfen zu einem Institut für Psychotraumatologie in Maputo, Mozambique, zur psychotherapeutischen Behandlung kriegstraumatisierter Kindersoldaten
- Psychologische Nachsorge und Rehabilitation der Zugunglücks-opfer von Eschede und Brühl im Auftrag der Deutschen Bahn AG sowie vom Absturz der Schwebebahn in Wuppertal betroffener Personen

-Betreuung der Hinterbliebenen des Concorde- Unglücks im Auftrag der französisches Unfall-Versicherungsgesellschaft der Fluglinie
- Bundesweite Betreuung und Nachsorge bei Opfer von Bankunfällen
- Forschungsprojekt mit dem Psychologischen Dienst der Bundeswehr "Prävention und Behandlung und psychischer Traumatisierung"
- Prävention psychischer Langzeitfolgen für Terroropfer in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln, gefördert von der Europäischen Union
- Evaluation von Präventionsprogrammen bei sexuellem Kindesmissbrauch in Zusammenarbeit mit UBS Optimus Foundation, der gemeinnützigen Förderstiftung der United Banks of Switzerland
- Gründung des Zentrums für Psychotraumatologie am Alexianer Krankenhaus Krefeld als erste spezialisierte stationäre Modelleinrichtung
- Ehrenamtliche Zusammenarbeit mit der Kölner Opferhilfe unter der Schirmherrschaft des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma
- Stressmanagement und Organisationsentwicklung.

Um die Förderung und Weiterentwicklung dieses Forschungsbeiches langfristig zu sichern, wurde ein starker und verlässlicher Partner gefunden: Über 270 Bildungsstiftungen aus sechs Jahrhunderten verwaltet der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds unter seinem Dach. Bis heute ist die Einrichtung eng verknüpft mit der Universität zu Köln und mit privatem Engagement für Wissenschaft und Bildung in der Region. Auch persönlich ist Prof. Fischer mit dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds verbunden: Er ist der Nachfahre der Familie Orth ab Hagen, deren Bildungsstiftung 1594 gegründet wurde und seit 1800 unter dem Dach des Kölner Gymnasial- Stiftungsfonds verwaltet wird. Einer der damaligen Stifter, Conrad Orth ab Hagen war Rektor der alten Universität zu Köln. Hohe Kontinuität der Förderung und fachliche Exzellenz bilden somit ein solides Fundament der neuen Stiftung.
Stiftungen
Sie sind heute eines der wirksamsten Instrumente, um gesellschaftliche Anliegen wie Forschungen und Bildung nachhaltig zu sichern. Sie gewährleisten die Erfüllung eines guten Zweckes über Generationen hinweg, da sie "auf die Ewigkeit" angelegen sind.


Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds

Er verwaltetet 272 Stiftungen zur Bildungsförderung, aus denen Stipendien an bedürftige und talentierte Schüler, Studenten und Nachwuchswissenschaftler vergeben werden. Er unterhält ein eigenes Förderprogramm mit Bildungsangeboten und bietet Beratung bei allen Fragen der Neugründung von Stiftungen.
Regionale Verbundenheit, bundesweite Förderung und Individualität in der Umsetzung bestimmen die Arbeit der Stiftung.


Ihre Zustiftung wirkt

Durch eine Spende oder Zustiftung können sie die wissenschaftliche Arbeit der Deutsches Stiftung für Psychotraumatologie unterstützen und zugleich junge Nachwuchswissenschaftler in ihrer Karriere fördern.
Bitte wenden sie sich an:
Prof. Dr. Fischer
Klinische Psychologie und Psychotherapie
AIPTW
Bernhardfeilchenfeldstr. 11
50969 Köln
Gottfried.fischer@uni-koeln.de